Verwaltungsrat der Hôpitaux Robert Schuman

Rolle des Verwaltungsrats
Der Verwaltungsrat der HRS S.A. ist für die Leitung und Kontrolle der Hôpitaux Robert Schuman im Sinne strategischer und übergeordneter Entscheidungen verantwortlich, darunter insbesondere folgende Punkte:
- Diskussion und Genehmigung der Jahresabschlüsse, einschließlich der Genehmigung von Rücklagenbildungen oder Zwischen-Dividenden;
- Strukturierung der Finanzierung der Aktivitäten des Unternehmens, ausgenommen öffentlicher Finanzierungen;
- Eröffnung und Schließung von Standorten;
- Änderungen in der strategischen Ausrichtung;
- Genehmigung des Budgets;
- Start neuer Aktivitäten oder Einstellung bestehender Aktivitäten;
- Genehmigung von Vereinbarungen mit strategischer Relevanz;
- Ernennung von Schlüsselpersonen.
In diesem Rahmen legt der Verwaltungsrat die allgemeine Politik und strategische Ausrichtung fest und definiert die Aktivitäten der Einrichtungen. Er überwacht diese Aktivitäten und handelt selbstverständlich im Einklang mit den geltenden Gesetzen, Vorschriften und Abkommen.
Der Präsident ist für das Management der administrativen Tätigkeiten zuständig, einschließlich aller Aktivitäten im Zusammenhang mit den Sitzungen des Verwaltungsrats, von der Vorbereitung der Tagesordnungen bis hin zur Sicherstellung eines effektiven Ablaufs. In diesem Rahmen ist er für die Moderation der Diskussionen, die Handhabung von Meinungsverschiedenheiten und die Verwaltung von Interessenkonflikten (einschließlich deren Offenlegung) verantwortlich. Er arbeitet aktiv mit allen Beteiligten zusammen: Geschäftsleitung, übergeordnete Behörden, bei denen er als Sprecher des Verwaltungsrats auftritt.
Zusammensetzung des Verwaltungsrats
Der Verwaltungsrat setzt sich aus Personen zusammen, deren Kompetenzen gemeinsam die für die Leitung der Unternehmensaktivitäten erforderlichen Fähigkeiten widerspiegeln.
(Stand: 31. Dezember 2025)
| Vorname & Nachname | Jobtitel |
|---|---|
| Georges Heirendt | Exekutivpräsident |
| Dr. Marco Hirsch | Stellvertretender Präsident und Beauftragter für ärztlich-pflegerische Angelegenheiten, Facharzt |
MITGLIEDER
| Vorname & Nachname | Jobtitel |
|---|---|
| Fabrice Baur | Vertreter der Personaldelegation, Sekretär |
| Dr. Jacques Blondelot | Facharzt |
| Metty Cungs | Vertreter der Personaldelegation, Anästhesiepfleger |
| Jean-Paul Freichel | Regierungsbeauftragter für Krankenhäuser |
| René Jost | Volkswirt |
| Armand Klamm | Vertreter der Personaldelegation, Anästhesiepfleger |
| Dr. Martin Liebl | Vertreter des Medizinischen Rates, Facharzt |
| Nadine Medinger | Direktorin für Sozial- und Pflegedienste (Tricentenaire a.s.b.l.) |
| Bianca Souvigné | Personalvertrete Vertreterin der Personaldelegation, Krankenschwester |
| Caroline Theves | Kommunikationsbeauftragte Elisabeth |
| Dr. Cyril Thix | Vertreter des Ärzterates, Facharzt |
Die Verwaltungsratsmitglieder werden für eine Dauer von drei Jahren ernannt.
Der Präsident und der Vizepräsident werden für eine Dauer von fünf Jahren ernannt.
Gesuchte Kompetenzen bei der Auswahl neuer Mitglieder
- Operative Kompetenz
- Kenntnisse des Krankenhauswesens und des luxemburgischen Gesundheitssystems
- Kompetenz im Unternehmens- oder Einrichtungsmanagement
- Jede andere Kompetenz, die einen Mehrwert für die Gesamtführung darstellen kann: Audit, Risikobewertung etc.
Auswahlkriterien orientieren sich an:
- Ausgewogenheit zwischen hospitalinternen Funktionen / Gesundheitsbereich und hospitalexternen Funktionen / außerhalb des Gesundheitsbereichs
- Ausgewogenheit zwischen internen (Personalvertretung, Krankenhauspersonal) und externen Mitgliedern
- Ausgewogenheit der gesuchten Kompetenzen (Governance, operative Fähigkeiten…) sowie Bekanntheitsgrad der Bewerbenden in ihrem Fachgebiet, potenzieller Mehrwert für den Verwaltungsrat – auch als Patientenerfahrung (Patientenpartnerschaft)
Bewerbung:
Interessierte Personen können:
- Ein Motivationsschreiben einreichen, das ihr Engagement, ihre Vision für die Organisation und ihre für die Rolle relevanten Kompetenzen darlegt;
- Einen Lebenslauf oder eine Übersicht über Erfahrungen und Qualifikationen beifügen.
Die Tätigkeit im Jahr 2025
Im Jahr 2025 setzte der Verwaltungsrat der HRS S.A. seine Rolle der strategischen Aufsicht und der Gesamtsteuerung der Einrichtung fort. Er trat sechs Mal zusammen, um die Umsetzung der Strategie zu begleiten, die laufenden großen Transformationsprojekte zu unterstützen und die Qualität, Sicherheit und Gesamtleistung der Leistungen zu überwachen.
Im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung seiner eigenen Governance hielt der Verwaltungsrat an einem strukturierten System der halbjährlichen Selbstevaluierung fest, ergänzt durch eine MetaFeedback-Sequenz am Ende jeder Verwaltungsratssitzung. Dieser Ansatz ermöglicht es, regelmäßig Verbesserungspotenziale in der Arbeitsweise des Verwaltungsrats zu identifizieren, die Qualität der Diskussionen zu stärken und die Praktiken bei Bedarf anzupassen.
Begleitung der Strategie und Steuerung ihrer Umsetzung
Im Jahr 2025 verstärkte der Verwaltungsrat die Begleitung der institutionellen Strategie durch eine regelmäßige Überwachung ihres Fortschritts. Die Arbeiten umfassten eine strukturierte Analyse des Umfelds und der Einflussfaktoren (PESTEL-Analyse), um externe Veränderungen zu berücksichtigen, die sich auf die Einrichtung auswirken könnten.
Besonderes Augenmerk wurde auf alle Initiativen gelegt, die direkt zur Patientenerfahrung beitragen, im Einklang mit den strategischen Achsen der HRS. Dieser Ansatz ermöglicht es, strategische Entscheidungen mit konkreten Auswirkungen für die Patienten und ihre Angehörigen zu verknüpfen, bei gleichzeitiger Wahrung einer globalen und ausgewogenen Sicht auf die Prioritäten der Einrichtung.
Qualität der Versorgung, Risikomanagement und ACI-Akkreditierung
Der Verwaltungsrat überwachte mehrere strukturierende Projekte im Bereich Qualität und Patientensicherheit. Dazu gehörten insbesondere:
- die Weiterentwicklung des Formats des Quartalsberichts, um die Herausforderungen in Bezug auf Qualität und Sicherheit besser abzubilden;
- die Umsetzung eines neuen Qualitätsverbesserungsplans, der an den strategischen Achsen der HRS ausgerichtet ist;
- die Überarbeitung der Prozesse zur Bearbeitung von Beschwerden und unerwünschten Ereignissen sowie des Patientensicherheitsplans;
- der schrittweise Aufbau eines Projekts zum Risikomanagement, mit dem Ziel, die Antizipation und Kontrolle von Risikosituationen zu stärken.
Im Rahmen der Akkreditierung durch Accreditation Canada International (ACI) war das Jahr 2025 zudem durch die Einführung eines neuen Modells der Verantwortungsübernahme der Teams geprägt. Dieses basiert auf Selbstevaluationsrastern, die direkt in den Abteilungen eingesetzt werden, als Grundlage für interne Audits dienen und es den Teams ermöglichen, selbst die Themen zu identifizieren, in denen sie sich verbessern möchten. Dieses System wird durch Coaching-Sitzungen für die Leitungskräfte der Pflegeteams ergänzt, mit Schwerpunkt auf Qualitätskultur und Management der kontinuierlichen Verbesserung.
Patientenpartnerschaft und Beteiligung der Nutzer
Im Jahr 2025 begleitete der Verwaltungsrat die Umsetzung des Ausschusses „Patienten-Partner-Professionelle“ (CPPP). Dieser Prozess umfasste die Formalisierung seiner Geschäftsordnung, die Rekrutierung von Patienten und Fachkräften sowie die Benennung eines Vertreters des Verwaltungsrats, der an den Arbeiten des Ausschusses teilnimmt und den Patienten bei Bedarf einen direkten Zugang zum Verwaltungsrat ermöglicht.
Der CPPP stellt einen strukturierten Kanal dar, über den Patienten ihre Prioritäten, Erwartungen und Vorschläge auf institutioneller Ebene einbringen können. Er war beispielsweise in das Projekt „Verbesserung der Patientenerfahrung“ eingebunden, das darauf abzielt, in jeder Abteilung konkrete Vorschläge von Patienten zu sammeln und deren operative Umsetzung ab 2026 vorzubereiten.
Masterplan und Bauprojekte
Im Jahr 2025 konkretisierte der Verwaltungsrat zudem mehrere Infrastrukturprojekte.
Im November eröffneten die HRS einen zusätzlichen Standort für die medizinische Bildgebung im Viertel Cloche d’Or.
Das Projekt des zukünftigen Krankenhaus-Turms auf dem Kirchberg stand weiterhin im Mittelpunkt der Arbeiten der Infrastrukturteams der HRS. Mehrere Treffen mit dem Ministerium für Gesundheit und soziale Sicherheit ermöglichten es, das Projekt in Übereinstimmung mit den nationalen Ausrichtungen und den zukünftigen Bedürfnissen der Einrichtung zu konsolidieren und gleichzeitig die nächsten Bauphasen vorzubereiten.
Digitale Transformation und Informationssysteme
Der Verwaltungsrat verfolgte die wesentlichen Fortschritte im Bereich der Digitalisierung, mit dem Ziel, die Versorgungswege abzusichern und die Effizienz der Prozesse zu verbessern.
Zu den im Jahr 2025 begleiteten Umsetzungen zählen insbesondere:
- die Einführung des Moduls für die Medikamentenverordnung im elektronischen Patientendossier, das zur Sicherung des Medikamentenkreislaufs beiträgt;
- die Digitalisierung des Prozesses der Anforderung von Analysen, mit Gewinnen an Sicherheit und Effizienz;
- die Inbetriebnahme der Notfallschränke für die Krankenhausapotheke;
- die Einführung eines neuen Dokumentationsmoduls in der Onkologie.
Diese Entwicklungen tragen sowohl zur Verbesserung der Versorgungsqualität als auch zur Unterstützung der Fachkräfte in ihrer täglichen Praxis bei.
Talente, Kommunikation und Patientenpfade
Im Jahr 2025 setzte der Verwaltungsrat die Überwachung mehrerer bereichsübergreifender Politiken fort, die für das Funktionieren der Einrichtung wesentlich sind, insbesondere:
- den Talentmanagementplan zur Steigerung der Attraktivität, Bindung und Entwicklung von Kompetenzen;
- den internen und externen Kommunikationsplan;
- die Arbeiten im Zusammenhang mit den Patientenpfaden;
- die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Organspende.
Diese Themen werden regelmäßig vom Verwaltungsrat verfolgt.
Finanzsteuerung, Nachhaltigkeit und treuhänderische Verantwortung
Im Jahr 2025 nahm der Verwaltungsrat seine treuhänderische Verantwortung vollumfänglich wahr, indem er die finanzielle Situation der Einrichtung regelmäßig überwachte. Dabei achtete er auf das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht, die Kontrolle der Ressourcen und die finanzielle Nachhaltigkeit der strategischen Ausrichtungen in einem von strukturellen Veränderungen im Krankenhaussektor geprägten Umfeld.
Der Verwaltungsrat legte besonderes Augenmerk auf die Überwachung der Haushaltsausführung und auf die Abstimmung zwischen medizinischer Strategie, Transformationsprojekten und den finanziellen Möglichkeiten der Einrichtung. Strukturierende Investitionen, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Informationssysteme, wurden sorgfältig geprüft, um ihre Kohärenz mit den institutionellen Prioritäten und den langfristigen Zielen sicherzustellen.
Beziehung zur Generaldirektion und strategische Steuerung
Der Verwaltungsrat setzte 2025 einen strukturierten und regelmäßigen Dialog mit der Generaldirektion fort, der auf einer klaren Trennung der Rollen zwischen Governance und operativem Management beruht. Dieser Rahmen ermöglichte es dem Verwaltungsrat, seine Aufgabe der strategischen Aufsicht vollumfänglich wahrzunehmen, ohne in die tägliche Führung der Aktivitäten einzugreifen.
In diesem Zusammenhang stellte der Verwaltungsrat eine aufmerksame Begleitung der Umsetzung der strategischen Ausrichtungen sicher, durch die regelmäßige Analyse der von der Direktion vorgelegten Indikatoren und die Prüfung des Fortschritts der prioritären Projekte.
Die Qualität des Dialogs zwischen Verwaltungsrat und Generaldirektion stellte einen wesentlichen Hebel der Governance dar und ermöglichte vertiefte, konstruktive und transparente Gespräche, die zur Solidität der im Interesse der Institution, der Mitarbeitenden und der Patienten getroffenen Entscheidungen beitrugen.
Vorbereitung auf Ausnahmesituationen und Sicherstellung der Betriebsfortführung
Der Verwaltungsrat legte besonderes Augenmerk auf die Fähigkeit der Einrichtung, mit Ausnahmesituationen umzugehen. Er überwachte die Maßnahmen zur Sicherstellung der Betriebsfortführung im Einklang mit den regulatorischen Anforderungen und den bewährten Praktiken des Krankenhaussektors.
Zudem achtete der Verwaltungsrat darauf, die Erkenntnisse aus den Rückmeldungen zu den Vorbereitungsübungen zu berücksichtigen, um schrittweise die Antizipation, die Koordination und die Robustheit der Organisation im Krisenfall zu stärken – zum Nutzen der Sicherheit der Patienten, der Mitarbeitenden und der Kontinuität der Versorgung.
Governance des Verwaltungsrats
Schließlich war das Jahr 2025 von einer vertieften Arbeit an der Governance des Verwaltungsrats selbst geprägt. So wurde eine detaillierte Kartierung der Interessenbindungen der Verwaltungsratsmitglieder erstellt, mit dem Ziel, die Transparenz zu erhöhen, Interessenkonflikten vorzubeugen und das Vertrauen in die Entscheidungsprozesse zu stärken.
Parallel dazu wurde die Organisationscharta strukturell weiterentwickelt, um den Rahmen der Arbeitsweise des Verwaltungsrats zu präzisieren und das Bewerbungsmodell für das Amt des Verwaltungsratsmitglieds klarer zu definieren, das nun explizit auf der HRS-Website dargestellt wird, um Lesbarkeit, Zugänglichkeit und Fairness zu verbessern.
Diese grundlegende Arbeit führte zudem zur Ausarbeitung einer Vergütungsrichtlinie für Verwaltungsratsmitglieder, mit dem Ziel, die anwendbaren Prinzipien, Kriterien und Modalitäten im Einklang mit den guten Governance-Praktiken zu formalisieren. Schließlich ermöglichte die Formalisierung der Stellenbeschreibungen der Verwaltungsratsmitglieder und des Präsidenten eine Klarstellung der Rollen, Verantwortlichkeiten und Erwartungen, die mit jeder Funktion verbunden sind, und trug so zu einer verständlicheren, professionelleren und noch besser an den strategischen Herausforderungen der Organisation ausgerichteten Governance bei.