Flyer – Ihr Gerinnungshemmer bei einer TVT/LE : Eliquis ®

Dieser Inhalt ist ein alternativer Inhalt.

DIREKTE ORALE ANTIKOAGULANTIEN (DOAK)

ELIQUIS® (APIXABAN) 5 MG TABLETTEN

EIGENSCHAFTEN

Eliquis® ist ein gerinnungshemmendes Arzneimittel (oft auch „Blutverdünner“ genannt). Es verringert die Fähigkeit des Blutes zu gerinnen und hilft dadurch, die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen nach der Diagnose einer tiefen Venenthrombose (TVT) oder einer Lungenembolie (LE) verordnet. Dabei handelt es sich um zwei häufig auftretende Arten eines Gefäßverschlusses durch Blutgerinnsel, die gefährlich sein können, wenn sie nicht behandelt werden. Deshalb wird mithilfe der therapeutischen Gerinnungshemmung das vorhandene Blutgerinnsel behandelt und einem erneuten Auftreten vorgebeugt.

ANWENDUNGSHINWEISE

  • Nehmen Sie über einen Zeitraum von 7 Tagen zweimal täglich (morgens und abends) 2 Tabletten je 5 mg (insgesamt 10 mg) ein.
    Nehmen Sie anschließend zweimal täglich (morgens und abends) 1 Tablette je 5 mg.
  • Versuchen Sie, Eliquis® täglich zur selben Uhrzeit einzunehmen und zwischen den Einnahmen einen Zeitabstand von 12 Stunden einzuhalten. (Beispiel: Einnahme um 8 Uhr und um 20 Uhr.)
  • Die Einnahme kann während oder unabhängig von den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser erfolgen.
  • Ihr Arzt teilt Ihnen mit, wie lange Sie dieses Arzneimittel anwenden müssen.
    Setzen Sie es nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

WENN SIE EINE DOSIS VERGESSEN HABEN

Wenn die übliche Einnahmezeit weniger als 6 Stunden zurückliegt: Holen Sie die vergessene Einnahme unverzüglich nach. Nehmen Sie die nächste Dosis zur üblichen Zeit ein.

Wenn die übliche Einnahmezeit länger als 6 Stunden zurückliegt, lassen Sie die vergessene Einnahme ausfallen. Nehmen Sie die nächste Dosis zur üblichen Zeit ein.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein.

MÖGLICHE NEBENWIRKUNGEN

Die Hauptnebenwirkung von Eliquis® besteht in einem erhöhten Blutungsrisiko (da die Blutgerinnung verlangsamt ist).
Dies kann sich äußern durch:

  • Blutungen, die besonders stark sind oder länger als 15 Minuten anhalten (Nase, Zahnfleisch beim Zähneputzen, Schnittwunden oder Verletzungen).

Außerdem kommt es in selteneren Fällen zu inneren Blutungen. Folgende Anzeichen deuten darauf hin:

  • Bauchschmerzen
  • dunkler und übelriechender Stuhl
  • Blut im Urin (rot oder dunkel gefärbter Urin)
  • Erbrechen oder blutiger Auswurf
  • häufig auftretende Hämatome (blaue Flecken)
  • rote Punkte auf der Haut
  • plötzlich auftretende oder ungewöhnliche Kopfschmerzen
  • Blässe, Atemnot oder ungewöhnliche Müdigkeit
  • ein Sturz, vor allem im Falle einer Kopfprellung

Wenn eine dieser Situationen auf Sie zutrifft, verständigen Sie unverzüglich Ihren Hausarzt. Rufen Sie im Notfall die 112 an.

VORSICHTSMAßNAHMEN

  • Informieren Sie alle an Ihrer Versorgung mitwirkenden Gesundheitsfachkräfte (Arzt, Zahnarzt, Apotheker, Pflegefachkraft, Physiotherapeut usw.) darüber, dass Sie einen Gerinnungshemmer einnehmen, damit vor Behandlungen mit Blutungsrisiko (Zahnbehandlungen, chirurgische Eingriffe oder invasive Untersuchungsverfahren) die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden können.
  • Führen Sie immer Ihren (in der Arzneimittelpackung mitgelieferten) DOAKPass mit, sowie eine aktuelle Liste der von Ihnen eingenommenen Arzneimittel.
  • Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung Ihres Gerinnungshemmers verändern.
    Nehmen Sie kein neues (rezeptpflichtiges oder rezeptfreies) Arzneimittel ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Bevorzugen Sie bei Schmerzen oder Fieber Paracetamol. Entzündungshemmende Arzneimittel können das Blutungsrisiko erhöhen.
  • Verändern Sie die verordnete Dosis nicht und setzen Sie das Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt ab.
  • Verständigen Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn:
    • ein Bein schmerzt, anschwillt oder heiß wird
    • Brustschmerzen oder ungewöhnliche Atembeschwerden auftreten
  • In folgenden Fällen ist dieses Arzneimittel kontraindiziert:
    • akute Blutung (z. B. infolge eines Magengeschwürs)
    • schwere Lebererkrankungen (Leberinsuffizienz)
    • Schwangerschaft oder Stillzeit
    • Vorhandensein eines Herzklappenersatzes

PRAKTISCHE HINWEISE

  • Verzichten Sie auf gefährliche Kontaktsportarten und sonstige riskante Aktivitäten (Judo, Mountainbike, Skifahren usw.).
  • Begrenzen Sie den Konsum von Alkohol und Nikotin so weit wie möglich.
  • Verwenden Sie eine weiche Zahnbürste und vermeiden Sie heftigen Druck beim Zähneputzen.
  • Bevorzugen Sie einen Elektrorasierer.
  • Seien Sie vorsichtig beim Umgang mit scharfen Gegenständen.
  • Verzichten Sie während Ihrer Behandlung auf Grapefruit (in Form von Obst oder Saft).
  • Wenn Sie eine Reise planen, wenden Sie sich vorher an Ihren Arzt oder Apotheker, damit dieser Ihre Behandlung organisieren und Ihnen wichtige Empfehlungen geben kann.

Kontakt

Hôpitaux Robert Schuman
9, Rue Edward Steichen, L-2540 Luxembourg
T +352 286 911
www.facebook.com/hopitauxrobertschuman
www.hopitauxschuman.lu

Wenden Sie sich bei Bedarf an Ihren behandelnden Arzt. Sollte Ihr behandelnder Arzt nicht erreichbar sein, ist unser Bereitschaftsdienst zu folgenden Zeiten für Sie erreichbar:

  • ZithaKlinik : 08h00 – 17h00
  • Hôpital Kirchberg : 07h00 – 17h00
  • Notaufnahme der Gynäkologie und Geburtshilfe: rund um die Uhr

In lebensbedrohlichen Notfällen wählen Sie die 112.

NÜTZLICHE LINKS

www.acteurdemasante.lu